Ich möchte etwas Besonderes sein...
Wer kennt es nicht: Man tut so viele Dinge am Selbstfindungsweg und fühlt sich berufen. Eine Frage, die man sich dabei oft nicht stellt, ist: "Wer fühlt sich berufen?" Die Antwort darauf lautet: "Ich". Und wieder ist so ein Schauspieler entlarvt, der einen vom eigentlichen Ziel "das" zu sein, trennt... Matthias schildert hier seine persönliche Erfahrung, etwas Besonderes sein zu wollen.
Der Weg zu Selbstliebe und Selbstvertrauen
Ich kann mich sehr gut an eine Zeit erinnern, in der ich so sehr danach strebte, "etwas Besonderes zu sein". Auch am spirituellen Weg begleitete mich dies für sehr lange Zeit - man hat ja schließlich einen "Auftrag", ich "spürte so genau, dass etwas Großes zu tun sei", "die Engel hatten einem erklärt, dass..." und das "astrologische Bild hatte dies sowieso vorausgesagt"...
Vor nicht allzu langer Zeit traf ich einen älteren amerikanischen Schamanen, der zu mir sagte: "Die geistige Welt hatte ihm gesagt, dass er noch vor vielen tausenden Menschen sprechen würde". Und wieder ein anderer Herr hörte einst, dass er zu Lebzeiten erleuchtet werden würde und nun rennt ihm in seiner subjektiven Wirklichkeit die Zeit davon...
Ohne es zu wissen, sind all diese "Eingebungen" ebenso nur Eindrücke von Außen, die Gedanken und Handlungen erzeugen! Das "Ich" des Menschen - das Ego - hat eine derart große Kraft, den Geist nach Außen zu zwingen, um stetig etwas nachzulaufen und um von der wahren Natur abzulenken und so die eigene "Ich-Existenz" zu sichern. Da draußen scheint die Lösung der eigenen Erleuchtung... "Ich" weiß, dass ich "anders" bin und zu Größerem geboren - verflixt, wieso will dies bloß niemand wahrnehmen?
Seht ihr den nicht enden wollenden Spießrutenlauf des "Ichs"? Dabei ist es ein Leichtes, dieses zu identifizieren, wenn ich mir eine Frage stelle: "Wie geht es mir, wenn ich gänzlich unbekannt, alleine einen "unbedeutenden" Tod sterbe und auf Erleuchtung verzichte?" Wenn bei diesem Gedanken Ruhe herrscht, hat das "Klein-Sein im Außen" an Angstkraft verloren, denn die wahre Größe im Inneren wurde bereits gefunden. Wenn die Frage Entsetzen oder Angst erzeugt, wird klar, wer die Angst empfindet - das "Ich", welches nach Außen drängt und etwas Besonderes sein will.
Vergesse nicht - wir alle sind das: etwas Besonderes und unendlich Großes und Schönes. Doch das "Ich" blickt weg von der einfachen Wahrheit, hinein in die Illusion, um die wahre Größe durch ein nicht relevantes Schauspiel zu ersetzen. So betrachte dich selbst und erkenne - wo und wie ist dir die Außenwirkung noch wichtig und wieso erlaubst du dem Geist diesen Weg zu gehen?
Werde still und halte inne: Höre auf, etwas Besonders sein zu wollen. Sei einfach das, was du bist - etwas Besonderes!
in der Ruhe offenbart sich deine göttliche Unendlichkeit von ganz alleine,
Umarmung von Herzen,
Om,
Matthias
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Kirsten schreibt:
Mir wurde ein Beitrag gezeigt, ich spürte die Liebe die davon Ausging. Ich bin jedesmal wieder von neuem fasziniert und entspannt, Ihr helft mir in...


